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Wie treffe ich Entscheidungen mithilfe meiner Körperweisheit?

Autorenbild: Janine Grawe
Janine Grawe
28. Juli
3 Min. Lesezeit

Heute nehme ich dich Mal mit auf meinen Weg vom totalen Kopfmenschen zu mehr Balance zwischen Fühlen und Denken.


Wie ich früher war


Bis Ende Zwanzig habe ich wichtige Entscheidungen größtenteils versucht durch Zerdenken zu treffen.


Ich habe Tage und Nächte, Wochen und teilweise sogar Jahre versucht Lösungen zu finden.


An der Tagesordnung standen bei mir sogar regelmäßig Pro und Contra Listen und Argumentationen mit Freundinnen, die zumindest von meiner Seite eher kopfgesteuert waren.


Bis dann schließlich doch mein Gefühl das Ruder in die Hand genommen hat, weil entweder der Leidensdruck in der alten Situation zu hoch oder der Sog hinzu der neuen Möglichkeit riesig geworden war.


Heute treffe ich meine Entscheidungen oft anders


Klar, ich denke immer noch darüber nach, was gerade sinnvoll ist und wo ich hin will.


Aber verändert hat sich, dass ich jetzt auch bewusst mein Körpergefühl mit an Bord hole.


Fühlen heißt für mich in dem Kontext übrigens, dass ich wirklich reinspüre in meine Körperreaktionen:


Wird es in mir eher eng oder weit, wenn ich an meinen nächsten Schritt denke?


Wie ist meine Atmung, mein Herzschlag und meine Haltung?


Und dann beginnt die Feinarbeit:


Wie interpretiere ich diese körperlichen Reaktionen?


Wenn da Angst ist:


Ist dies eine Angst aus Prägung und Erfahrungen, die ich gerade versuchen möchte zu integrieren oder ist das eine Angst, die mich "real" vor etwas warnt?


Das klingt auf den ersten Blick vielleicht aufwendig, aber da dieser Prozess in mir mittlerweile seit Jahren täglich automatisch abläuft, ist es für mich meist keine aktive Anstrengung mehr.


Warum eigentlich den Körper mit in Entscheidungen einbeziehen?


Einfach, weil er viel weiser ist, als all unser kognitives Wissen zusammen.


Dein Körper kann mithilfe des autonomen Nervensystems oft innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde Situationen verarbeiten.


Er schickt dir direkt Antworten, bevor du eine Frage überhaupt zu Ende gedacht hast.


Unser Job ist schlichtweg, wieder zu lernen, hinzuhören und dann in die feine Unterscheidung zu gehen, wie wir die Informationen, die unser Nervensystem uns schickt, in unsere Handlungen mit einfließen lassen wollen.


Theoretisch funktioniert das automatisch - wären wir nicht alle geprägt von gesellschaftlichen Erwarten (z.B. people pleasing und stark sein müssen).


Durch diese Prägungen hat dein Körper nämlich gelernt, dass an dem was du fühlst anscheinend etwas falsch sein muss, weil dein Kopf sagt, dass diese Gefühle grad nicht valide sind und die Mal lieber schnell unterdrückt werden sollen.


Leider führt das oft dazu, dass wir irgendwie gar nicht das Leben führen, das wirklich dem entspricht, was wir uns wirklich wünschen oder wer wir eigentlich sein wollen.


Vielleicht denkst du: Was mache ich jetzt damit?


Mein Vorschlag:


Verbinde dich wieder mit deinem Körpergefühl und nutze diese Informationen für deine Entscheidungen und Handlungen.


Ja, das kann unbequem werden - denn die Wahrheit ist nun mal nicht immer der "leichtere" Weg.


Aber wenn du dir (und ggf. deinem Umfeld) Zeit und Raum gibst, sich immer mehr an deine innere Wahrheit zu gewöhnen, dann ist das das Schönste, was du dir selbst und der Welt schenken kannst.


Denn dich gibt es halt nur einmal.


Es wäre doch viel zu schade, dein "Ich" weiter hinter Masken zu verstecken oder?


Janine


PS: Wenn du lernen möchtest, dich mit deinem Körpergefühl zu verbinden und dir zu ermöglichen, deine Masken mehr und mehr abzulegen, dann unterstütze ich dich mit meinem 1:1-Programm Safety Within gerne dabei durch:


1️⃣ Wissen über dein Nervensystem,

2️⃣ Regulationsübungen, die dir innere Sicherheit zurückgeben

3️⃣ Somatisches Coaching, das dich direkt deine Körperweisheit "anzapfen" lässt, um dich durch deine aktuellen Herausforderungen zu navigieren


Hier findest du mehr Infos und die Möglichkeit zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch.


Eine Junge Frau steht barfuß im See vor einem Wald und lächelt mit schräg gelegtem Kopf in die Kamera

 
 
 

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